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ModellFiat 500e

THG-Quote für Fiat 500e: Voraussetzungen, Fahrzeugschein, Antrag

Ja, für den Fiat 500e gibt es die THG-Quote, weil er ein reines Batterieelektrofahrzeug der Klasse M1 ist. Das gilt für jede Ausführung: Hatchback, Cabrio, 3+1 und für die kleinere Basisversion mit 24-kWh-Akku genauso wie für die 42-kWh-Variante mit 333 km WLTP-Reichweite. Ob du sie anmelden darfst, entscheidet nicht das Modell, sondern der Eintrag in deiner Zulassungsbescheinigung Teil I. Dieser Artikel zeigt, welche Felder dort zählen, wie der Antrag abläuft und was bei Leasing, Firmenwagen oder Gebrauchtkauf für den 500e gilt.

Redaktion thgverkauf.deZuletzt geprüft am 8 Min. Lesezeit

Schwarzer Fiat 500e in der Seitenansicht in einer Stadtstraße
Foto: AuHaidhausen, Lizenz CC BY 4.0, Quelle: Wikimedia Commons. Auf 1600 px Breite skaliert, sonst unverändert.

Bekommt man für einen Fiat 500e die THG-Quote?

Grundlage ist § 7 Absatz 1 der 38. BImSchV: angerechnet werden darf Strom nur für ein reines Batterieelektrofahrzeug. Der 500e fährt in keiner Version mit Verbrennungsmotor, deshalb erfüllt jede Ausführung diese Voraussetzung, egal ob 24-kWh-Basisversion, 42-kWh-Hatchback, Cabrio oder 3+1.

Berechtigt ist dabei nicht, wer fährt oder wem das Fahrzeug wirtschaftlich gehört, sondern die Person, die laut § 7 Absatz 1 Satz 2 in der Zulassungsbescheinigung Teil I als Halter steht. Als Nachweis reicht die Vorderseite der Bescheinigung, spätestens nach einem Jahr braucht der meldende Dienstleister eine aktuelle Kopie (§ 7 Absatz 2).

Ausstattung, Farbe und Kaufpreis spielen für die Berechtigung ebenfalls keine Rolle. Ein 500e aus dem ersten Verkaufsjahr wird identisch behandelt wie ein Neuwagen, solange er im Verpflichtungsjahr in Deutschland zugelassen ist. Trag dein Fahrzeug ein, dann gleichen wir die Angaben mit deinem Nachweis ab.

Die Zahlen zum Fiat 500e und zur Quote

Nutzbare Batteriekapazität, Fiat 500e 42 kWh Hatchback
37,3 kWh
Quelle [1]
WLTP-Reichweite derselben Variante
333 km
Quelle [1]
Schätzwert für Klasse M1 je Fahrzeug und Jahr
2.000 kWh
Quelle [4]
Anrechnung je Fahrzeug und Verpflichtungsjahr, § 7 Absatz 4 der 38. BImSchV
1-mal
Quelle [2]
Letzter Eingangstag der Mitteilung beim Umweltbundesamt, § 8 Absatz 1 Nummer 2
15. November
Quelle [3]

Welche Baujahre und Varianten des 500e zählen?

Alle. Die 38. BImSchV unterscheidet nach Fahrzeugklasse, nicht nach Motorisierung oder Karosserie. Der 500e läuft laut EV Database seit November 2020, seine Fahrzeugklasse ist durchgängig M1. Ob 2021, 2023 oder 2026 zugelassen, ändert am Schätzwert nichts.

Innerhalb der Baureihe gibt es zwei Antriebsstränge: die 24-kWh-Basisversion mit kürzerer Reichweite und die hier beschriebene 42-kWh-Variante mit 37,3 kWh nutzbarer Kapazität und 333 km WLTP-Reichweite. Für die Quote zählt keine der beiden Zahlen, denn der Schätzwert wird pauschal je Fahrzeug angesetzt, unabhängig von Akkugröße oder Reichweite.

  • Cabrio und 3+1 zählen wie der Hatchback.
  • Für den Fahrzeugschein zählen nur die Felder P.3, E, C.1 und J.

Wie sich der 500e technisch gegen ähnliche Kleinstwagen schlägt, zeigt die Übersicht unten, das Datenblatt zu deinem Fahrzeug liegt unter THG-Quote Fiat 500e.

Fiat 500e neben anderen kleinen Stromern

MerkmalFiat 500eLeapmotor T03Nissan LeafCitroën ë-C3
Variante42 kWh (Hatchback)36 kWh (ab 2024)40 kWh (zweite Generation ZE1, Modelljahr 2023 bis 2025)Standard Range 44 kWh (ab 2024)
Batterie (netto)37,3 kWh36 kWh39 kWh43,8 kWh
Reichweite (WLTP)333 km265 km285 km327 km
Bauzeit2021 bis 20262024 bis 20262021 bis 20242024 bis 2026

Daten je Modell aus Fiat 500e: ev-database.org/car/1285/Fiat-500e-Hatc…; Leapmotor T03: ev-database.org/car/3039/Leapmotor-T03; Nissan Leaf: ev-database.org/car/1656/Nissan-LEAF-40…; Citroën ë-C3: ev-database.org/car/2039/Citroen-e-C3-S…. Angaben der Hersteller, Stand der Datei.

Was muss im Fahrzeugschein stehen?

Gebraucht wird ein Foto oder Scan der Zulassungsbescheinigung Teil I. Die Zulassungsbescheinigung Teil II wird nicht benötigt. Vier Felder entscheiden, ob die Mitteilung durchgeht:

  • P.3 muss Elektro zeigen. Jede Kombination mit Kraftstoff schließt die Anrechnung aus.
  • C.1.1 nennt den Halternamen. Er muss zu deinen Angaben bei uns passen, Zeichen für Zeichen.
  • E trägt die Fahrzeug-Identifizierungsnummer, über sie erkennt das Umweltbundesamt eine Doppelmeldung für dasselbe Fahrzeug.
  • J weist beim 500e die Klasse M1 aus, ergänzend zählt das Zulassungsdatum aus Feld B.

Alle vier Ecken müssen im Bild sein, keine Zeile darf verwischt sein, und Blitzreflexe auf dem Papier machen die Prüfung schwerer als nötig. Nach § 8 Absatz 5 lehnt das Umweltbundesamt unvollständige Mitteilungen ab. Eine Übersicht aller Felder mit Beispielfoto steht im Artikel Fahrzeugschein-Felder für die THG-Quote.

Das brauchst du für den Antrag

0 von 7 erledigt

Wie läuft der Antrag ab und wann steht der Betrag fest?

Du meldest nicht selbst beim Umweltbundesamt, sondern bestimmst nach § 5 Absatz 1 einen Dritten, der die Strommenge für dich einreicht. Das Amt bescheinigt Strommenge und Treibhausgasminderung, ausgezahlt wird erst, wenn ein quotenverpflichtetes Unternehmen diese Bescheinigung kauft.

Der Betrag ist deshalb kein Festwert im Gesetz. Er entsteht aus dem Schätzwert der Klasse M1 (2.000 kWh je Fahrzeug und Jahr), multipliziert mit dem Faktor 3 für Strom in E-Fahrzeugen, macht rechnerisch 6.000 kWh anrechenbare Minderung. Was ein Käufer dafür zahlt, wird am Markt verhandelt: THGaktuell nennt für einen Pkw (M1) im Monatsmittel Werte zwischen 316 Euro im Juni und 341 Euro im August 2026, mit steigender Tendenz.

Der Betrag für deinen 500e steht fest, sobald der Quotenhändler deinen Vorgang bestätigt hat, vorher steht er in deinem Konto als offen. Was thgverkauf.de dafür ansetzt, findest du aktuell auf Preise und Auszahlung, den Ablauf in vier Schritten erklärt So funktioniert es.

Kurzcheck: darfst du für deinen 500e anmelden?

Drei Angaben aus der Zulassungsbescheinigung Teil I, dann steht die Antwort. Der Check rechnet nur die Regeln nach, die im Gesetz stehen, und speichert nichts.

Frage 1 von 3
Wie fährt dein Fahrzeug?

Steht im Fahrzeugschein unter Kraftstoff oder Energiequelle, Feld P.3.

Der Check ersetzt keine Prüfung. Verbindlich wird es erst, wenn wir den Fahrzeugschein gesehen haben.

Leasing, Firmenwagen oder Gebrauchtkauf: wer darf beim 500e anmelden?

Der 500e wird oft geleast oder als kompaktes Zweitfahrzeug im Betrieb genutzt. Die Regel bleibt bei jedem Modell dieselbe: Es zählt der Eintrag in der Zulassungsbescheinigung Teil I, nicht der Nutzer.

  • Leasing: Meist steht der Leasingnehmer im Schein und darf anmelden. In einzelnen Fällen bleibt die Leasinggesellschaft eingetragen. Prüf zusätzlich, ob der Leasingvertrag die Quote gesondert regelt.
  • Firmenwagen: Steht das Unternehmen im Schein, gehört die Quote dem Unternehmen; steht die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter drin, gehört sie ihr oder ihm.
  • Gebrauchtkauf: Die Anrechnung ist je Fahrzeug und Verpflichtungsjahr nur einmal möglich (§ 7 Absatz 4). Hat der Vorbesitzer für das laufende Jahr schon gemeldet, ist es verbraucht, ein anteiliger Anspruch entsteht nicht. Der Verkäufer muss dich darüber informieren (§ 7 Absatz 5).

Frag beim Gebrauchtkauf eines 500e also gezielt nach, ob die Quote fürs laufende Jahr noch offen ist, am besten schriftlich, damit du die Auskunft im Streitfall vorlegen kannst. Mehr zu Leasingfällen steht unter THG-Quote beim Leasing: wer bekommt sie, zur Gebrauchtwagen-Frage unter THG-Quote beim Gebrauchtwagen.

Vom Antrag bis zur Quotenabrechnung

  1. Im laufenden Verpflichtungsjahr

    Du reichst Fahrzeugdaten und Zulassungsbescheinigung Teil I ein. Ein von dir bestimmter Dritter meldet die Strommenge beim Umweltbundesamt.

    Quelle [5]

  2. 15. November

    Letzter Tag, an dem die Mitteilung für reine Batterieelektrofahrzeuge beim Umweltbundesamt eingehen kann.

    Quelle [3]

  3. Nach der Prüfung

    Das Umweltbundesamt bescheinigt Strommenge und Treibhausgasminderung. Unvollständige Mitteilungen werden nach § 8 Absatz 5 abgelehnt.

    Quelle [3]

  4. 15. April des Folgejahres

    Bis dahin müssen die Verträge über die Übertragung an ein quotenverpflichtetes Unternehmen geschlossen und beim Hauptzollamt Frankfurt (Oder) eingereicht sein.

    Quelle [6]

  5. Jedes Verpflichtungsjahr neu

    Die Anrechnung gilt immer nur für ein Verpflichtungsjahr. Welche Fristen und Schätzwerte für ein bestimmtes Jahr gelten, steht auf thg2026.de.

    Quelle [2]

Muss ich die THG-Prämie für den 500e versteuern?

Rechts- oder Steuerberatung leisten wir nicht, aber die Finanzverwaltung hat eine klare Linie. Für privat gehaltene Elektrofahrzeuge erklärt das Bayerische Landesamt für Steuern: die Prämienzahlung ist im Privatvermögen eine nicht steuerbare Leistung, weder einkommen- noch umsatzsteuerpflichtig.

Für einen privat zugelassenen 500e heißt das: Die Auszahlung taucht in deiner Steuererklärung nicht als Einnahme auf. Anders liegt der Fall, wenn der 500e im Betriebsvermögen steht, etwa als Zweitwagen eines Handwerksbetriebs. Dann zählt die Prämie nach derselben Quelle als Betriebseinnahme, gehört das Fahrzeug zusätzlich zum umsatzsteuerlichen Unternehmensvermögen, kommt Umsatzsteuer hinzu.

Privat gehalten bleibt die Prämie also steuerfrei, im Betrieb ist sie es nicht, und die Grenze verläuft nicht am Kaufpreis, sondern an der Zuordnung des Fahrzeugs. Was in deinem Einzelfall gilt, klärt dein Steuerberater oder das zuständige Finanzamt. Ausführlicher steht das unter THG-Prämie und Steuer für Privatpersonen. Eine Bestätigung über die Auszahlungssumme bekommst du für die Unterlagen automatisch von uns.

Die fünf Felder im Fahrzeugschein, die über die THG-Quote entscheiden: P.3 für Elektro, C.1.1 für den Halter, E für die FIN, B für die Erstzulassung und J für die Fahrzeugklasse M1.

Warum werden Anträge für den Fiat 500e abgelehnt?

Die häufigsten Gründe liegen am Nachweis, nicht am Fahrzeug. Vier lassen sich vorher ausschließen:

  • Doppelmeldung. Für dieselbe FIN wurde im selben Jahr schon gemeldet, oft weil ein alter Vertrag sich automatisch verlängert hat. Prüf, ob deine Meldung vom Vorjahr noch läuft.
  • Unleserlicher Fahrzeugschein. Abgeschnittene Ecken oder verwischte Zeilen führen nach § 8 Absatz 5 zur Ablehnung unvollständiger Mitteilungen.
  • Veraltete Zulassung. Nach Umzug oder Halterwechsel muss die aktuelle Bescheinigung eingereicht werden.
  • Falsches Feld P.3. Beim 500e praktisch ausgeschlossen, weil es keine Hybridvariante gibt, bei einem zweiten Fahrzeug im Haushalt aber ein häufiger Fehler.

Bleibt dein 500e-Antrag hängen, sagen wir dir konkret, welches Feld hakt, solange sich der Vorgang noch nachbessern lässt. Willst du deine Quote stattdessen verkaufen statt selbst zu verwalten, erklärt THG-Quote verkaufen oder verfallen lassen die Optionen. Jahresbezogene Fristen und Pauschalen für ein bestimmtes Quotenjahr findest du auf thg2026.de.

Häufige Fragen

Bekomme ich für einen Fiat 500e Cabrio auch die THG-Quote?

Ja. Nach § 7 Absatz 1 der 38. BImSchV zählt die Fahrzeugklasse, nicht die Karosserieform. Cabrio, 3+1 und Hatchback sind beim 500e alle als M1 zugelassen und werden bei der Anrechnung identisch behandelt. Entscheidend bleibt allein der Halter-Eintrag in deiner Zulassungsbescheinigung Teil I.

Zählt die Basisversion mit 24-kWh-Akku genauso wie die 42-kWh-Variante?

Ja. Der Schätzwert für die Klasse M1 wird pauschal je Fahrzeug und Jahr angesetzt, unabhängig von Batteriegröße oder Reichweite. Die 24-kWh-Version bringt also denselben Schätzwert wie die hier beschriebene 42-kWh-Variante mit 333 km WLTP-Reichweite.

Ich habe meinen 500e geleast. Wer bekommt die Quote?

Es zählt, wer in der Zulassungsbescheinigung Teil I als Halter steht. In der Regel ist das der Leasingnehmer, in einzelnen Fällen bleibt die Leasinggesellschaft eingetragen. Prüf zusätzlich deinen Leasingvertrag, er kann die Zuordnung der Quote eigenständig regeln.

Ich habe einen gebrauchten 500e gekauft. Kann ich die Quote noch anmelden?

Nur, wenn der Vorbesitzer für das laufende Jahr noch nicht gemeldet hat. Nach § 7 Absatz 4 ist die Anrechnung je Fahrzeug und Verpflichtungsjahr nur einmal möglich. Hat er bereits gemeldet, muss er dich informieren (§ 7 Absatz 5); ein anteiliger Anspruch entsteht für dich nicht.

Muss ich die THG-Prämie für den 500e als Privatperson versteuern?

Nach dem Bayerischen Landesamt für Steuern ist die Prämie im Privatvermögen eine nicht steuerbare Leistung, weder einkommen- noch umsatzsteuerpflichtig. Gehört der 500e zum Betriebsvermögen, zählt sie dagegen als Betriebseinnahme. Das ist keine Steuerberatung, frag im Zweifel dein Finanzamt.

Wie hoch ist die Auszahlung für einen Fiat 500e?

Einen festen Betrag nennen wir vorab nicht. Der Preis für Quoten wird zwischen Unternehmen gehandelt, THGaktuell nannte dafür im Sommer 2026 monatliche Mittelwerte zwischen 316 und 342 Euro für einen Pkw. Der genaue Betrag für deinen 500e steht fest, sobald der Quotenhändler bestätigt hat, aktuelle Zahlen findest du auf der Seite /preise.

Quellen

  1. ev-database.org/car/1285/Fiat-500e-Hatchback-42-kWh
  2. gesetze-im-internet.de/bimschv_38_2017/__7.html
  3. gesetze-im-internet.de/bimschv_38_2017/__8.html
  4. umweltbundesamt.de/system/files/medien/366/dokumente/banz_at_28.08.2023…
  5. umweltbundesamt.de/themen/verkehr/kraftstoffe-antriebe/vollzug-38-bimsc…
  6. zoll.de/DE/Fachthemen/Steuern/Verbrauchsteuern/Treibhausgasquote-THG-Qu…
  7. lfst.bayern.de/steuerinfos/weitere-themen/elektromobilitaet
  8. thgaktuell.de/thg-praemie-tagesaktuell
  9. ev-database.org/car/1327/Fiat-500e-Hatchback-24-kWh

Weiterführend

Redaktion thgverkauf.de. Zuletzt geprüft am . Keine Rechts- und keine Steuerberatung. Der Auszahlungsbetrag steht fest, sobald der Quotenhändler bestätigt hat.

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